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Sondernewsletter Ukraine

Liebe Mitgliedsorganisationen,
Liebe Kolleg*innen,
Liebe Freund*innen des Landesjugendrings,  

die als europäische Zeitenwende beschriebene Aggression gegen die Ukraine ist auch im Bereich der der Kinder- und Jugendhilfe zu spüren. In diesem Sondernewsletter sammeln wir erste Informationen, Veranstaltungen, Ideen und Impulse zum Umgang mit der Situation. 

Für Fragen stehen wir gern zur Verfügung!
Das Team des LJR 

Aus dem Landesjugendring
Position // Die Brandenburger Jugendverbände stehen an der Seite der Ukraine 
Der Vorstand des Landesjugendring Brandenburg e.V. bezieht als Interessenvertretung von jungen Menschen Stellung zur Situation von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen durch den Krieg in der Ukraine. zum Positionspapier
Aufruf // Ferien: Miteinander  
Wir rufen die Brandenburger Jugendverbände und Jugendeinrichtungen auf, innerhalb ihrer Ferienangebote, Plätze für geflüchtete Kinder und Jugendliche zu reservieren bzw. Ferienplätze für diese aufzustocken. Das Angebot sollte für sie kostenlos sein. 

Wir freuen uns, wenn ihr die Anregung aufnehmt und in Euren regionalen Netzwerken Angebote umsetzt.
Sendet uns gern Infos und Berichte für unsere Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.  

Wer Unterstützung benötigt, Kontakte zu Einrichtungen, Jugendämtern, Netzwerken benötigt oder eine Finanzierung sucht, kann sich gern an uns wenden. Zur Unterstützung bietet der LJR an:   
  • Kommunikation freier Ferienplätze auf unserer Webseite 
  • Sammeln von Nachfragen nach Ferienplätzen 
  • Sammeln von Teamerinnen und Teamern mit freien Kapazitäten 
  • Beratung hinsichtlich der Finanzierung dieser Ferienplätze  
  • Presse- und Öffentlichkeitsarbeit 
Ansprechperson: Hannah-Maria Liedtke | 331 62 0 75 39 oder 0151 425 527 04 | E-Mail  

Förderfonds #WirsindBrandenburg 
Der Landesjugendring Brandenburg e.V. stellt für seine Mitglieder Fördermittel zur Verfügung.

Mit diesen können Projekte für junge Geflüchtete finanziert werden.

zum Förderfonds 

Weiterbildungsangebote
21. März 2022 | 9:30-16:30 Uhr | SFBB - online
Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im Kontext des Krieges in der Ukraine
Angesichts der aktuellen Situation dem Krieg in der Ukraine und dessen Auswirkungen bieten wir kurzfristig fachliche Unterstützung in Form von Input und Workshops sowie Austausch zu folgenden Themen:
  • Migrationssensibler Kinderschutz
    Nina Adomeit, Mobiles Schulungsteam Kinderschutz, Wildwasser e.V.
  • “Sichere Orte” für geflüchtete Kinder und Jugendliche aus der Ukraine in Jugendeinrichtungen schaffen. Hilfreiches aus der Traumapädagogik.
    Marianne Herzog, Supervisorin, Traumapädagogin
  • Über Krieg mit Jugendlichen reden, aber wie? Narrative Gesprächsrunden - pädagogische Intervention? Oder einfach erzählen lassen!
    Harald Weilnböck, (PD Dr., Ph.D), Gruppentherapeut, Supervisor, Experte von Distanzierungs- u. Deradikalisierungsprozessen, Cultures Interactive e.V.
  • Die Angst vor dem Krieg ist wieder da! Bestärkender Umgang mit Geflüchteten Kindern und Jugendlichen, die schon länger in Deutschland leben. Stabilisierungsmethoden und konkrete Hilfestellungen.
    Irena Petzoldová,Dipl. Psychologin, psychologische Psychotherapeutin, KommMit e.V
  • Verschwörungstheorie, Bilder und Reels über Krieg in sozialen Medien - pädagogische Ansätze für die Arbeit mit Jugendlichen
    Björn Schreiber, Landesfachverband Medienbildung Brandenburg e.V. 

    Zielgruppe: Fachkräfte der Kinder und Jugendarbeit aus Berlin und Brandenburg

    Verantwortlich: Gabriela Fütterer / Veranstalter: Sozialpädagogisches Fortbildungsinstitut Berlin-Brandenburg (SFBB) 

    Onlineanmeldung www.sfbb.berlin-brandenburg.de oder E-Mail.
28. März 2022 | 10:00-11:30 Uhr | LJR | online
Krieg und Flucht: Junge Menschen mit Ängsten und Traumata unterstützen 
Der Krieg gegen die Ukraine, der bereits beachtliche Fluchtbewegungen ausgelöst hat, bestimmt die mediale Berichterstattung und seine mögliche Ausweitung löst allgemein massive Ängste aus. Pädagogische Fachkräfte begegnen in diesem Zusammenhang an der Schule als Ort soziokultureller Vielfalt und auch im Freizeitbereich mehrfachen Herausforderungen: Wie können sie die Ängste der Kinder und Jugendlichen mit und ohne eigene Migrations- und Fluchterfahrungen auffangen, wie mit möglicher Reaktualisierung traumatischer Erfahrungen oder eigener Betroffenheit und gegenseitigen Zuschreibungen umgehen, die in Auseinandersetzungen unter den Jugendlichen münden können? Ziel der Veranstaltung ist, nach einem theoretischen Input Pädagog*innen in einem Austausch von Beispielen aus ihrem Berufsalltag praktische Unterstützung anzubieten. 

Referentin: Sibylle Rothkegel, Diplompsychologin, Psychotherapeutin, Supervisorin und Dozentin, die in Krisengebieten unter anderem für den UNHCR gearbeitet hat und über vielfältige berufliche Erfahrungen im Kontext von Flucht und Trauma verfügt. 

weitere Information und Anmeldung 
28. April 2022 | 11:30-12:30 Uhr | LJR | online
Junge Geflüchtete gut begleiten + Inforunde zum Projekt „Ferien: Miteinander“
Wie auch rund um das Jahr 2015 suchen aktuell in Brandenburg wieder vermehrt Menschen Schutz vor Krieg. Als Jugendverbände gut für die ankommenden jungen Menschen da zu sein, kann vor Herausforderungen stellen. Ebenso, wenn Jugendliche globale politische Konflikte auf ihre Peers in Brandenburg projizieren.

Wir bieten Raum für kollegialen Austausch im Rahmen der aktuellen Situation. Das Projekt für Ferienplätze für junge Menschen mit Fluchterfahrung (egal woher) stellen wir auch vor. weitere Information und Anmeldung 

Weitere Angebote werden hier gesammelt:
www.fjb-online.de/veranstaltungen


Kinderrechte und Kindeswohl
Kinderschutz 
Die unübersichtliche Situation an Grenzen, Bahnhöfen oder Sammelunterkünften birgt insbesondere für Kinder und Jugendliche Gefahren. Sie sind einem erhöhten Risiko von Gewalt, Missbrauch und Ausbeutung ausgesetzt. In Notsituationen steigt zudem das Risiko, dass Kinder Opfer von Menschenhandel werden. 

WICHTIG! Alleinreisende Kinder und Jugendliche sollten sofort registriert werden! Bei privater Unterbringung sollten Kinder und Jugendliche bitte schnell an Ausländerbehörden und Jugendämter gemeldet werden! Fluchtgemeinschaften werden nicht getrennt! Dies wurde vom Land Brandenburg zugesichert. Helfende an Ankunfts- und Übergangspunkten sollten hierfür sensibilisiert werden.   

Leistungen und Hilfen für junge Menschen
Alle geflüchteten Kinder und Jugendliche haben Anspruch auf alle Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe nach dem SGB VIII, zum Beispiel umfassenden Kinder- und Jugendschutz, Kindertagesbetreuung sowie Hilfe in Notlagen. Dies gilt auch für Alleinerziehende mit Kindern, die Hilfe in schwierigen Situationen benötigen. Das Ministerium für Jugend Bildung und Sport hat entsprechende Informationen zusammengestellt: weitere Informationen 

Was können wir tun?
Unterkünfte und Räume zur Verfügung stellen
Jugendherbergen, Kindererholungszentren und Jugendbildungsstätten werden gebeten, sich auf die Aufnahme größerer Gruppen vorzubereiten und gegebenenfalls besondere Angebote zur Betreuung und Begleitung – auch für die Ferien - zu organisieren. Freie Räumlichkeiten können an die Landes- Kinder- und Jugendbeauftragte Katrin Krumrey | E-Mail gemeldet werden.

Wohnraum-Angebote für Schutzsuchende können direkt an das MSGIV gesendet werden.   

Erste humanitäre Hilfe wird mit Sicherheit über längere Zeit benötigt werden, z.B. Lebensmittel verteilen, Erste Hilfe leisten, Information und Übersetzung.  

Orte, an denen dringend Freiwillige gebraucht werden, sind Cottbus, Frankfurt/Oder und Eisenhüttenstadt. Dort kommenden jeden Tag viele Menschen an.  

Jugendgruppen oder Initiativen, die helfen möchten, wenden sich am besten an die örtlichen Behörden oder gern auch an die örtlichen DRK-Gliederungen. Sie können am besten einschätzen, welche Hilfe sinnvoll ist und aktuell gebraucht wird.  

Informationen zu Angeboten vor Ort finden sich auch hier: www.brandenburg-hilft.de   

Menschen, die übersetzen möchten, können sich beim Gemeindedolmetschdienst Brandenburg von ISA e.V. registrieren lassen. weitere Information

Spenden und Sammeln
Es haben sich bereits viele Initiativen gebildet, die Geldspenden oder Sachspenden sammeln. In den meisten Orten gibt es bereits Initiativen, an die sich Spender*innen anschließen können. Dort finden sich z.B. auch Informationen, was wirklich gebraucht wird. www.brandenburg-hilft.de  

Bei den Erstaufnahmeeinrichtungen in Eisenhüttenstadt und Frankfurt/Oder gibt es Spendenlisten, besonders mit Notwendigem für Kinder und Jugendliche. Weitere Auskünfte erteilt Katrin Krumrey, Landes- Kinder- und Jugendbeauftragte | E-Mail.

Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen hat eine Liste von Organisationen zusammengestellt, die das DZI Spenden-Siegel als Zeichen besonderer Förderungswürdigkeit tragen. weitere Informationen

Hintergrundwissen und Informationen  
Bilderwörterbuch deutsch-ukrainisch kostenfrei herunterladen.

Reiseguide-Verlag stellt das deutsch-Ukrainisch „Kauderwelsch“-Buch für 1 Cent zum herunterladen zur Verfügung.

“Mit Kindern über Krieg sprechen” gemeinsame Publikation rdp und PPÖ (Pfadis in Österreich): kostenfrei herunterladen.

“Mit Kindern über Krieg sprechen” UNICEF-Interview mit einer Kinderpsychiaterin kostenfrei herunterladen.

Informationen für Kinder aufbereitet: seitenstark.de.

Die Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung stellt Hintergrundwissen und Informationsmaterial zur Verfügung. weitere Information

Impressum
V.i.S.d.P.
Melanie Ebell
Landesjugendring Brandenburg e.V.
Breite Straße 7a | 14467 Potsdam

Redaktion
Annekatrin Friedrich
E-Mail: annekatrin.friedrich@ljr-brandenburg.de
Tel.: 0331 620 75 34

Weitere Informationen zum Landesjugendring Brandenburg e.V. unter www.ljr-brandenburg.de.

Landesjugendring Brandenburg bei Facebook
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